Preise für französische Weine steigen dramatisch

Das Angebot an französischen Weinen war in den vergangenen Jahren recht groß. Doch da die Ernten in 2012 und 2013 schlecht ausgefallen sind, sind die Preise für französische Weine zuletzt um bis zu 32% gestiegen.

Laut dem französischen Ministerium für Landwirtschaft ist der Durchschnittspreis in den letzten sechs Monaten von 2013 um 18% gestiegen. In Burgund stiegen die Preise in der ersten Hälfte des Jahres um 32% in – ein Anstieg von 51% gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt. Die Preise für französische Weine aus der Region Côtes du Rhône sind in den letzten sechs Monaten von 2013 um 12% gestiegen, bei Weinen aus der Provence waren es 22%.

Verantwortlich für den Preisanstieg sind die durch schlechtes Wetter verursachten niedrigen Erträge in den Jahren 2012 und 2013, die zu einer reduzierten Verfügbarkeit der Weine geführt und damit dem Preisanstieg geführt haben.

Nach dem schwierigen Jahrgang 2013 sind auch die Bordeaux-Weinpreise um 20% gestiegen. Aufgrund von schlechtem Wetter während der ganzen Saison (starke Regenfälle und ein ungewöhnlich kalter Juni) und einem verheerenden Hagelsturm in einer bestimmten Region, der etwa 70% der Früchte zerstört hatte, konnten weitaus weniger Wein produziert werden als normal. Die Bewertung der Qualität dieser französischen Weine steht noch aus.

Entsprechend sind auch die Exporte der französischen Weine gesunken – in 2013 um 3,1%. Dabei sind die Exporte von preisgünstigen französischen Weinen am stärksten zurückgegangen (17,3%). Beim Champagner und höherpreisigen französischen Weinen war der Rückgang gegenüber dem Vorjahr mit 1% eher gering.

Es wird geschätzt, dass im Jahr 2013 etwa 42 Mio. Hektoliter Wein in Frankreich produziert worden sind. In 2012 betrug die Menge etwa 41 Mio. Hektoliter – ein Rückgang von 28% seit 2000.

Über französische Weine
In Frankreich gibt es 14 große Weinregionen: Beaujolais, Bordeaux, Burgund, Champagne, Elsass, Est, Jura, Korsika, Languedoc-Roussillon, Loire, Provence, Rhône, Savoyen und die Region Südwesten. Trotz gesunkener Produktionszahlen ist Frankreich nach wie vor der zweitgrößte Weinerzeuger der Welt (nach Italien).

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