Nymphomaniac: Lars von Triers neuester Streich

 

Nymphomaniac ist das neueste Werk des dänischen Regiestars Lars von Trier, der mit Filmen wie “Melancholia” und “Antichrist” bekannt wurde. Im Gegensatz zu den meisten seiner Berufskollegen ist von Trier jemand, der immer für einen Skandal gut ist. Im Jahr 2011 wurde er von den Filmfestspielen in Cannes ausgeschlossen, weil er in einem Interview Sympathie für rechtes Gedankengut bekundet hatte. Später distanzierte er sich von seinen Äußerungen, doch der Schaden war immens: Argentinische und israelische Filmverleiher bestellten den Streifen “Melancholia” kurzerhand ab.

Die Handlung von “Nymphomaniac” dürfte ebenfalls für Diskussionen bei der Kundschaft sorgen. In dem Streifen geht es um die Geschichte der 40-jährigen Nymphomanin Joe. Der alternde Junggeselle Seligman kommt ihr bei einer Schlägerei zur Hilfe. Später erzählt sie ihm ihre Lebensgeschichte, wobei der Fokus auf ihren Liebesabenteuern liegt. “Nymphomaniac” ist in acht Abschnitte unterteilt. In den Kapiteln 1 bis 5 wird die Hauptfigur von Stacy Martin dargestellt. Die ältere Joe in den anderen drei Episoden wird von Charlotte Gainsbourg gespielt.

Frauen mit einer so starken Libido wie Joe gehören in einem Erotikshop zur Stammkundschaft. Ständig sind sie auf der Suche nach Liebesspielzeug, um ihr Sexleben interessanter zu gestalten. Gut sortierte Erotikshops haben immer eine breite Auswahl an Sex Toys vorrätig. Wer regelmäßig einen solchen Shop aufsucht, wird sich in sexueller Hinsicht selten langweilen. In Erotikshops im Internet hat man sogar die Möglichkeit, die bestellte Ware später zu bezahlen. Hochwertige Love Toys auf Rechnung kaufen – das gibt es nur im World Wide Web.

Bei den Kritikern kommt der “Nymphomaniac” gut weg

Bislang wurde der Film weitgehend positiv bewertet. Auf der Internetseite Rotten Tomatoes erhielt die Produktion ein Rating von 80 Prozent. Dies dürfte wohl auch daran liegen, dass die zahllosen erotischen Erlebnisse der Hauptfigur in einer Schonungslosigkeit dargestellt werden, die im Kino nur selten anzutreffen ist. Joe nimmt kein Blatt vor den Mund und erzählt Seligman von Sexgeschichten im Zug und in der freien Natur. In Rückblenden wird der Zuschauer in eine Zeit entführt, in der Joe eine attraktive junge Frau mit einem unbändigen Verlangen nach Sex war.

Wer von Zeit zu Zeit einen Erotikshop besucht, erblickt auf den Verpackungen der Sexspielzeuge Frauen, die vom selben Schlag wie Joe sind: hemmungslos und immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer. Manche der dort abgebildeten Models sind in Wirklichkeit Schauspielerinnen wie Stacy Martin oder Charlotte Gainsbourg. Sie hätten es sich wohl niemals träumen lassen, dass ihre Bilder einmal in Erotikshops zu sehen sein würden.

Teil 2 kommt in Kürze in die Kinos

Gedreht wurde “Nymphomaniac” in Deutschland und Belgien. Seit Dezember ist der Streifen in spanischen und dänischen Kinos zu sehen. In Deutschland wurde der Film erstmals auf der Berlinale gezeigt, die im Februar stattfand. Aufgrund der Länge von 241 Minuten wird Nymphomaniac in fast allen Ländern in zwei Teilen veröffentlicht. Teil 1 (Kapitel 1 bis 5) ist in der Schweiz bereits angelaufen, Teil 2 wird voraussichtlich im April auf die Leinwand kommen.

 

 

 

 

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