Die Erotikfilmindustrie im Wandel der Zeit

Wer in einen beliebigen Sexshop geht, um ein Fleshlight oder einen anderen Erotikartikel zu kaufen, erblickt dort auch eine grosse Zahl an DVDs. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, der Sexfilmbranche gehe es gut. Doch der Eindruck täuscht: Längst nicht mehr alle Filmverlage arbeiten profitabel – und das, obwohl ein Pornofilm noch vor zehn Jahren als eine todsichere Investition galt.

Die goldenen Zeiten sind vorbei

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Zeiten, in denen hartgesottene Pornofans bei Wind und Wetter zur nächstgelegenen Videothek marschierten und sich stapelweise VHS-Kassetten mit ihren Lieblingsstars ausliehen, sind schon lange passé. Die handwerkliche Qualität von Sexfilmen hat sich in den letzten Jahrzehnten ohne Frage gebessert, doch nur wenige Rezipienten wissen dies zu schätzen. Die meisten Erotikanbieter verdienen ihr Geld heute überwiegend mit Sexartikeln wie Fleshlights oder Dildos. Spezialisierte Händler wie fleshlight-store.ch verzichten inzwischen sogar ganz auf den Verkauf von Sexfilmen und bieten nur noch Nischenartikel wie Fleshlights für Männer und Frauen an. Daran lässt sich erkennen, dass das Geschäft mit Sexfilmen für viele Händler zu einem unprofitablen Geschäft geworden ist.

Kostenlose Angebote machen den Herstellern zu schaffen

Die freie Verfügbarkeit von Erotikfilmen hat die Sexfilmindustrie in eine gewaltige Krise gestürzt. Nur noch wenige Leute sind bereit, 50 Franken für ein paar DVD-Filme auszugeben, die man im Netz jederzeit kostenfrei herunterladen kann. Im Zweifelsfall wählt man lieber ein Fleshlight, das nur wenig teurer ist und jede Menge Spass verspricht. Gegen eine geringe Gebühr von 5 bis 10 Franken im Monat erhält man heute Zugang zu Filmportalen, in denen Tausende von Produktionen in bester HD-Qualität abrufbar sind. Wer sich mit Filmen und Sequenzen in niedrigerer Qualität zufrieden gibt, zahlt erst einmal gar nichts – erst beim Abschliessen einer Mitgliedschaft werden Gebühren erhoben. Der direkte Download von Filmen ist mittlerweile nur noch bei wenigen Portalen möglich, was die Nutzer jedoch nicht davon abhält, diese regelmässig zu besuchen. Dass sich die Situation für die Hersteller zum Besseren wandeln wird, ist angesichts dieser Entwicklung mehr als fraglich.

Die Zukunft liegt in der virtuellen Welt

Wer in der hart umkämpften Sexfilmindustrie überleben will, hat keine andere Wahl, als sich den Bedürfnissen der Konsumenten anzupassen. Der Trend geht in Richtung von virtuellen 3D-Filmen, bei denen der Betrachter selbst zum Teil der Handlung werden kann. Wie weit fortgeschritten die zugrundeliegende Technologie bereits ist, lässt sich am besten in Japan beobachten: Im Land der aufgehenden Sonne gibt es bereits Männer, die sich nur noch von virtuellen Frauen angezogen fühlen. Auch hierzulande sind inzwischen zahlreiche Apps verfügbar, mit denen man sich ein paar vergnügliche Stunden machen kann. Alles was dazu benötigt wird, ist ein Masturbator (z.B. ein Fleshlight) und ein portables Endgerät. Mit einer VR-Brille wird der Film zu einem interaktiven Erlebnis, das beinahe so viel Spass macht wie echter Sex.

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