Das Schönheitsideal im Film durch die Zeit

Betrachtet man die Schönheitsideale seit dem Beginn des Films, ist es zu einer beträchtlichen Veränderung gekommen. Vor allem die Statur der Damen hat sich verändert. Waren die Schauspielerinnen in der Zeit des Stummfilms noch wohl genährt, ging der Trend immer mehr zu einer knabenhaften, schmalen Statur, die jedoch gesundheitlich durchaus problematisch sein kann. Durch die Jahre hindurch blieb eigentlich nur eine Gemeinsamkeit, die Haarentfernung, wie es sie in Zürich beispielsweise gibt.

Am Beispiel der Rolle Kleopatra kann man es besonders gut sehen, wie sich das Schönheitsideal durch die Jahrzehnte hindurch verändert hat. 1917 spielte Theda Bara die berühmte Pharaonin. Die Schauspielerin galt als ein Vorbild zu jener Zeit, obwohl heute viele sagen würden, sie würde etwas zu üppig erscheinen. Elisabeth Taylor spielte die verführerische Königin 50 Jahre später. Auch sie stellte die Sinnlichkeit einer Frau dar, indem sowohl die Brust- als auch die Hüftpartie durchaus etwas voller waren. Vergleicht man das mit Leonor Varela, hat Cleopatra im Jahr 1999 bereits einige Kilogramm abgenommen seit ihrer ersten Verkörperung in den bewegten Bildern.

Für viele sind solche Figuren aus der Geschichte, denen große Schönheit zu jener Zeit nachgesagt wird, ein Vorbild. Gerade Kleopatra war ihrer Schönheit bewusst und nutzte laut den Aufzeichnungen auch viele Mittelchen, die zu jener Zeit verwendet wurden, um Ihre Haut jung zu halten. Unter anderem wurde damals im alten Ägypten auch die Haare im Intimbereich und unter den Achseln, da dies als unhygienisch und nicht schön empfunden wurde.

Dies ist vielleicht auch der einzige Trend, der auch heute noch bei den Darstellerinnen und Schönheitsidolen der westlichen Welt üblich ist. Dem eifern auch sehr viele nach, so kann man die Haarentfernung auch in Zürich oder jeder anderen Stadt schonend machen lassen. Vor allem werden heute auch wieder Methoden natürliche Methoden mit Wachs, Zucker und Honig angewandt, wie dazumal.

Wir können somit einen Trend beobachten, dass im Westen das Schönheitsideal seit Twiggy in den 60-ern eine immer knabenhaftere Figur ist, während in den östlichen Ländern eine Frau nach wie vor einige Kurven vorweisen sollte. Im Film wird das den aktuellen Modeerscheinungen angepasst. Würde man heute eine Darstellerin mit üppigen Kurven Kleopatra spielen lassen, auch wenn dies historisch vielleicht berechtigt wäre, würde der Film nicht so viel Erfolg haben, auch wenn sie bei einer Haarentfernung in Zürich gewesen wäre. Der Grund liegt darin, dass sich in der westlichen Kultur ein bestimmtes Schönheitsbild festgesetzt hat, der auch von den Medien beeinflusst wird.

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